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Akustik-Ratgeber

Akustikbilder wählen: Größe, Position, Motiv

Ein Akustikbild besteht aus 9–24 mm PET-Filz mit Motivdruck und einem Holzrahmen. Es absorbiert Schall im Sprachbereich (500–2000 Hz). Wirkung hängt vor allem von Größe und Wandposition ab. Motiv und Rahmenfarbe folgen, nachdem diese beiden feststehen.

6 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 22. April 2026

Akustikbilder wählen

Auf einen Blick

  • Position und Format bestimmen die Wirkung, das Motiv folgt
  • Erstreflexionspunkte gegenüber Sofa, Bett oder Schreibtisch zuerst belegen
  • Ein 100×140 cm Paneel absorbiert mehr als vier 50×70 cm mit gleicher Gesamtfläche
  • Rahmenfarbe nach Wand und Möbeln wählen, nicht nach Motivkontrast
  • Ab 25 m² oder offenem Grundriss ein zweites Paneel an einer zweiten Wand

1. Was ein Akustikbild von normaler Wandkunst trennt

Ein Akustikbild besteht aus mehrlagigem PET-Filz mit Motivdruck, montiert in einem Holzrahmen. Eine klassische Leinwand reflektiert Schall ähnlich wie die Wand dahinter. PET-Filz wandelt einen Teil der Schallenergie in Wärme um.

Die Materialdicke bestimmt, in welchem Frequenzbereich das Paneel arbeitet. Mehrlagiger PET-Filz ab 9 mm absorbiert vor allem zwischen 500 und 2000 Hz — also dort, wo Stimmen, TV-Ton und Calls liegen.

2. Wo Akustikbilder wirken

Schall springt zwischen zwei parallelen harten Flächen hin und her. Eine davon mit einem Akustikbild zu belegen, kürzt den Nachhall — Sie hören eine Reflexion weniger.

Im Wohnzimmer ist das meist die Wand gegenüber dem Sofa, im Schlafzimmer die Wand hinter dem Bett, im Büro die Wand hinter oder gegenüber dem Schreibtisch.

  • Wohnzimmer: gegenüber dem Fernseher oder über dem Sofa
  • Schlafzimmer: hinter dem Bett oder in der Leseecke
  • Büro: hinter dem Schreibtisch oder an der Call-Position
  • Esszimmer: gegenüber der längsten harten Wand

Tipp

Klatschen Sie einmal in die Hände und hören Sie, wo der Nachhall am längsten bleibt. Diese Wand ist Ihr erstes Ziel.

3. Format: ein großes Paneel statt vieler kleiner

Ein 100×140 cm Akustikbild hat 1,4 m² Absorptionsfläche. Vier 50×70 cm Paneele haben dieselbe Gesamtfläche, absorbieren aber weniger: jeder zusätzliche Paneelrand verliert Wirkung an die Randzone, und die Anzahl der Reflexionspunkte ist nicht größer.

Für Wohnräume ab 20 m² funktioniert 80×100 cm als Startgröße. In Räumen über 25 m² oder in offenen Wohnküchen liegt 100×140 oder 120×160 cm näher am Optimum.

  • Bis 15 m²: 60×80 cm
  • 15–25 m²: 80×100 oder 100×140 cm
  • 25–40 m²: 100×140 oder 120×160 cm
  • Offene Räume über 40 m²: zwei Paneele à 100×140 cm an gegenüberliegenden Wänden

4. Motiv und Rahmenfarbe wählen

Wählen Sie das Motiv, nachdem Format und Position feststehen. Wer mit dem Motiv anfängt, landet oft bei mehreren kleineren Paneelen, die akustisch schwächer sind.

Naturmotive, abstrakte Kompositionen und gedeckte Paletten halten optisch über Jahre. Stark farbige oder narrative Motive werden oft nach 12–18 Monaten als zu präsent empfunden.

Für die Rahmenfarbe orientieren Sie sich an Wand und Möbeln, nicht am Motiv. Eichenrahmen passen zu warmem Holzinterieur. Schwarze Rahmen halten in kühlen Räumen mit grauen oder weißen Wänden zusammen. Weiße Rahmen verschwinden visuell.

5. Wann ein zweites Paneel hilft

Hat der Raum zwei Reflexionspunkte — etwa Sofa gegenüber TV-Wand plus eine hohe Decke ohne Textilien — reicht ein Paneel oft nicht. Ein zweites Paneel an einer gegenüberliegenden oder im 90°-Winkel platzierten Wand verteilt die Absorption auf mehr Reflexionsrichtungen.

Eine sparsame Variante ist ein Akustikbild plus ein Filz-Akustikpaneel an einer langen Wand. Das gibt Absorption auf zwei Wänden, ohne zwei konkurrierende Bildmotive nebeneinander zu setzen.

Bereit, Ihre Akustik anzugehen?

Starten Sie mit einem einzigen Paneel an der wichtigsten Reflexionswand. Sie hören den Unterschied sofort.

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Häufige Fragen zu akustikbilder wählen

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